Robbe Rasant

Robbe Rasant

Spannweite: 0,98 m
Rumpflänge: 0,94 m
Gewicht: 1605 g
Hersteller: Robbe
Baujahr: 1989

Datenblatt

Wenn ich mich richtig erinnere war es Ende der 80er Jahre und mein Taxi ist schon ein bisschen marode geworden, als ich mir noch 2 Rasantbaukästen gekauft habe. Damals noch mit den Sirus Fertigflächen. Das Modell hat mich schon in den 70ern fasziniert, es blieb aber bei intensiven Studien des Katalogs, bis eben in die 80er als ich das Modellfliegen wieder als Hobby betrieben habe. Zu dieser Zeit bin ich noch auf der „grünen Wiese“ geflogen und musste immer noch eine große Strecke zu Fuß zurücklegen. Deswegen war ein kleines, handliches Flugzeug gerade das Richtige. Über den Bau der 2 Modelle kann ich leider nicht so viel berichten, da dies noch im Zeitalter der analogen Bilder war und somit außer ein paar eingescannten Dias und einem Super-8 Filmchen nichts Anschauliches erhalten ist. Nur soviel sei berichtet: Die erste – das war die gelb/rote – bin ich so lange geflogen bis jeder Steuerbefehl eine Überraschung darstellte. Das Leitwerk war so weich gerüttelt dass kein exaktes Manöver mehr möglich war.

Von der Zweiten gibt es leider gar keine Bilder, was daran liegt, dass ich während der Bauphase keine Fotos gemacht habe und der erste Flug leider auch der Letzte war. Die Schuld lag aber bei mir. Ich wollte die Fläche nicht mehr mit den üblichen Gummis befestigen sondern mit Schrauben. Also fix ein paar Buchendübel in die Nasenleiste und in den Servoschacht implantiert, zur höheren Stabilität sogar noch mit dem Hauptholm verbunden. Hinten habe ich dann in bewährter Weise mit Nylonschrauben fixiert. Eigentlich müsste diese Verbindung den Belastungen gewachsen sein, dachte ich.Die Realität hat mich dann eines besseren belehrt. Nach dem ersten harten Turn hat sich dann der Rumpf von der Fläche verabschiedet. Die Flugeigenschaften beider Teile waren eigentlich hervorragend. Der Rumpf flog wie an der Schnur gezogen in einem 45° Winkel dem Acker entgegen und die Fläche segelte wie ein Blatt in eben denselben Acker. Was zur Folge hatte, dass der Rumpf ca. 20cm im frisch gepflügten Acker steckte und nicht mehr zu gebrauchen war, die Fläche hingegen relativ unbeschadet wieder unten ankam. Danach kam leider eine Epoche wo das Modellfliegen wieder in den Hintergrund gedrängt wurde. Nichtsdestotrotz habe ich mich aber an die dritte Rasant gemacht.

Den Flügel der zweiten habe ich diesmal nicht wieder verwendet, sondern habe diese ganz klassisch nach Plan gebaut. Wann das genau war kann ich gar nicht mehr sagen, ich schätze aber Mitte bis Ende der 90er Jahre. Dem Motor hingegen konnte ich hiermit wieder eine neue Aufgabe geben.

Den Vergaser musste ich bei dem Absturz zwar ersetzen, aber zum Glück gab`s damals noch Ersatzteile. Zum Einsatz kam diese Rasant aber erst wieder 2007, nachdem ich mein Taxi wieder reanimiert hatte (ja den gibt es immer noch) und wieder etwas Routine hatte.

Eines möchte ich aber nicht verschweigen – meine Dritte ist mir ein bisschen schwer geraten (1605g). Irgendwie bin ich damals ziemlich verschwenderisch mit den Gewebeverstärkungen am Rumpfboden umgegangen. Dazu auch noch 4 bleischwere Servos und zu guter Letzt auch noch 160g Blei in der Nase, was wiederum am fehlenden Schalldämpfer liegt der durch ein Reso (Graupner Best.Nr. 1585) ersetzt wurde.

Alleine starten kann ich da getrost vergessen. Hier muss immer ein schneller Läufer anwesend sein der die Rasant in die Luft befördert. Bei meiner Vierten soll das alles anders werden, hier werde ich nicht mehr ganz so viele Verstärkungsmaßnahmen einbauen und zusätzlich auch noch einen stärkeren Motor. Mit diesem Setup hoffe ich dann mit wenig Anlauf einen Start aus der Hand hin zu bekommen. Wobei ich auch diesmal nicht vom Originalplan abweichen möchte. Natürlich muss ich Änderungen für den Motoreinbau vornehmen, die lassen sich leider nicht vermeiden, aber den Rest möchte ich nicht verändern.

Ursprünglich wollte ich einen OS 32SX mit Original Dämpfer (Extremdämpfer 1870.72) einsetzen, da mir das passende Reso (Graupner Best.Nr. 1561) viel zu wuchtig ist.  Durch den langen Dämpfer würde es aber zu einer Kollision mit der Nasenleiste kommen. Um das zu vermeiden hätte ich den Motor etwas nach rechts neigen müssen und eine Abweichung vom Originalplan wäre unvermeidlich. Eine Alternative musste also her! 

Dazu hat OS zum Glück den 35AX im Programm. Dieser hat 2 entscheidende Vorteile gegenüber dem OS 32SX.

  1. Schräg nach hinten geneigte Düsennadel am Vergaser
  2. Einen sehr kompakt bauenden Dämpfer

Ich kann also mit dem Motor so dicht wie möglich an den Motorspant und der Dämpfer passt auch noch vor die Fläche. Jetzt kann also mit dem Bau begonnen werden.Fortsetzung folgt.

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