F3A Matador

F3A Matador

Spannweite: 1,97 m
Rumpflänge: 1,65 m
Gewicht: 4065 g
Hersteller: Peter Erang
Baujahr: 1995

Datenblatt 

Ende des Sommers 2009 bekam ich von einem Vereinskollegen mit den Worten „ Du stehst doch auf so alte Flieger“ einen havarierten MATADOR angeboten.Ich war von diesen Modellen schon in meiner Jugend fasziniert, aber die verfügbaren Mittel haben es immer verhindert. Später kamen dann andere Gründe hinzu und so vergingen eben die Jahre. Also eigentlich die Gelegenheit um endlich damit anzufangen.

Ich habe dann erst mal eine Bestandsaufnahme gemacht und den Bauplan beim Neckar Verlag bestellt. Da der eingebaute Motor leider an der Verschleißgrenze war, musste für Ersatz gesorgt werden .Hier wurde ich zum Glück bei eBay fündig. Dort erstand ich einen Webra 61 LS (Rotkopf) in einem gerade eingelaufenen Zustand. Parallel habe ich mir dann gleich noch 2 Weitere Motoren besorgt, man weiß ja nie wann man sie brauchen kann. Ein weiterer Rotkopf mit 8mm Kurbelwelle kam mir da gerade recht.  

Diesen habe ich mittlerweile mit einer Pumpe ausgestattet, um meine zweite Matador damit zu befeuern. Dazu aber später mehr. Im Großen und Ganzen war der Flieger noch in einem guten Zustand. Lediglich die Rumpfspitze bis zum Cockpit war beschädigt.

  

Die Teile waren aber schon wieder zusammengeklebt, somit waren auf den ersten Blick nur Finisharbeiten nötig. Bei näherer Betrachtung und beim Vergleichen mit dem Bauplan fiel mir aber auf, dass der Motor nicht mit einem Motorträger eingebaut wird, sondern mit einem Aluträger und Schwinggummis. Mein Vorgänger hatte da einen anderen Weg gewählt. Er hat den Motor mit Motorträger an die Gummis geschraubt.

Aufgrund dieser Änderung musste ich 2 Dinge anpassen: Erstens den Rumpf kürzen, was zunächst mal mit Absägen getan war und zweitens musste ich den Seitenzug am Motorspant ausgleichen.

 

Hierzu musste ich erst mal die Einschlagmuttern im Motorspant ausbauen und die Löcher mit Dübeln schließen. Das gestaltete sich schwierig, da durch den fertigen Rumpf die Zugänglichkeit stark eingeschränkt war. Danach habe ich, so gut wie es ging, die Löcher neu angezeichnet und alles wieder befestigt. Jetzt konnte endlich der neu Ringspant angepasst werden und somit auch die Rumpfnase.

  

Innen musste ich dann noch mit Balsaholz auffüttern, damit der Ringspant genügend Halt hatte. Dann alles noch ein wenig verspachteln und mit Harz gegen Öl schützen.

Als nächster Schritt war dann das Finish der Außenfläche angesagt. Zunächst war auch alles Routine, aber bei den Übergängen auf die alte Lackierung taten sich die ersten Probleme auf.
Jetzt kam ans Licht, dass der Rumpf nicht mit Gewebe bespannt war, sondern mit Papier. Das machte besonders die Nassschleifarbeit zu keinem Vergnügen. Hier musste ich ständig aufpassen dass die Feuchtigkeit nicht bis aufs Papier durchkam.

Schlimmer war aber, dass der Lack nicht mehr auf dem Papier haftete und jede Abklebearbeit zunichte machte. Dies führte dazu, dass ich den ganzen Rumpf lackieren und auf eine mehrfarbige Lackierung verzichtete musste.

 

Die Zierstreifen brachte ich mit Oratrim Streifen auf.

Diverse Versuche es anders zu machen schlugen leider fehl. Der Motoreinbau und die restlichen Komponenten stellten dann keine große Herausforderung mehr dar, es war ja alles schon mal eingebaut. Schlussendlich habe ich mich dann zum Einbau einer meiner Rotköpfe entschlossen, da er zu diesem Zeitpunkt den besten Zustand hatte.

Als Resonanzauspuff wählte ich zunächst ein Hatoriplagiat , da es leichter war als das original Reso von Graupner. Leider bin ich damit nicht auf die geforderten 70 dB/A gekommen und musste die ca. 100g mehr akzeptieren.

  

Gefühlt ist es nun leiser, gemessen habe ich es aber noch nicht. Für die letzten Flüge habe ich noch keinen Lärmpass benötigt.Der Erstflug war dann am 06.04.2010. An diesem Tag habe ich vor lauter Aufregung leider vergessen die obligatorischen Bilder im Flug zu machen. Davon gibt es also nur Standbilder.

  

Das habe ich dann aber am 25.04.2010 nachgeholt.

Da ich von den Flugeigenschaften begeistert war, aber von meinen Flugkünsten nicht das Gleiche behaupten kann, lag nahe, dass eine zweite MATADOR her muss. Hier kam mir zu Gute, dass Peter Erang ein Mitglied in unserem Verein ist und somit die Matador ein verbreitetes Modell war. So kamen noch weitere Teile hinzu, um mit der Realisierung der Zweiten zu beginnen. Die Fläche ist schon fertig, das Leitwerk und ein Rumpfteil sind im Rohbau.

   

Zur Zeit bin ich dabei die Schnittschablonen zu erstellen und alle Teile die man nach Bauplan anfertigen kann.
Das erklärt jetzt auch die Anzahl der Motoren die ich mir noch zu gelegt habe.

 

Ich denke wenn ich das mit den Styroteilen mal im Griff habe wird es schneller voran gehen. Ein Baubericht für ein paar weitere Matador wird bestimmt nicht ausbleiben.

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